P52-14

July 3, 2016

 

Bildbearbeitung

ist eine spannende Angelegenheit. Auch das Bild der Vorwoche, wäre ohne Bildbearbeitung nicht möglich gewesen. Oftmals wird Bildbearbeitung ja mit Fälschung gleichgesetzt, weil durch die Bearbeitung ja die ursprüngliche Bildinformation verändert wird. Streng genommen ist das auch so. Dem kann man allerdings auch entgegenhalten, dass auch bei der analogen Fotografie Bildbearbeitung durchgeführt wurde, nämlich die Entwicklung vom Negativ zum Bildpositiv. Auch hier hat das Entwicklunslabor die Bildwirkung maßgeblich mitgestaltet. Um die Bilder gemäß den Vorstellung der Fotografen ausgearbeitet zu bekommen sind dann nach der Erstausarbeitung durchaus detaillierte Anweisungen an das Labor ergangen. Die Bildbearbeitung im digitalen Zeitalter ersetzt gewissermaßen die Ausarbeitung aus der analogen Ära. Das Bild für diese Woche ist wieder eine Skulptur auf den Feldern in Pöttsching. Der Künstler war in diesem Fall Karl Prantl selbst mit einem Stein der bereits 1958 entstanden ist. 
Das Bild selbst kombiniert die Felderlandschaft nördlichwestlich von Pöttsching mit einem Sonnenuntergang. Der Himmel selbst ist, um es höflich auszudrücken, nicht spektaulär - nur mit vereinzelt bringen Wolken etwas Spannung. Die Idee war diesen Stein im abendlichen Gegenlicht weitgehend als Silhouette darzustellen. Gegenlicht ist immer eine gewisse Herausforderung, da durch die großen Helligkeitsunterschiede das Bild, das aus der Kamera kommt selten wirklich zufriedenstellend aussieht. Da der Stein über einige Ausnehmungen verfügt, habe ich gewartet, bis die Sonne tief genug stand, um durch eine dieser Ausnehmungen leuchten zu können.  

 

Beim Bild aus der Kamera ohne jegliche Bearbeitung wirkt durch den nahezu schwarzen Vordergrund insgesamt dunkel. eine längere Belichtung hätte allerdings den Himmel viel zu hell werden lassen.

 

 Durch Bearbeitung, die nur Teilbereiche des Bildes aufhellt, kann man den Vordergrund heller wirken lassen und damit die düstere Stimmung des Fotos gänzlich umkehren. Auch Farben wurden hier etwas angepasst - letztendlich geht es beim Resultat ja darum, was der Fotograf wahrgenommen hat und vermitteln möchte und nicht darum, wie ein Kamerahersteller gemeint hat mit diversen Helligkeitssituationen umgehen zu müssen.

 

Wie schon erwähnt, bietet die Bildbearbeitung aber auch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, die entsprechende Stimmungen entstehen lassen können. Das erste Bild "pusht" die Farben für den Sonnenuntergang. Beim zweiten Bild wollte ich eine vorsichtig unwirkliche Lichtstimmung erzeugen.

 

 

 

 

 

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